Hund aus dem Tierschutz?

Moin und winke, winke ihr Pfotenfreunde! Na wer hat alles die letzten Beiträge gelesen? Habt ihr ein Feedback für mich? Ja ich gebe zu, der Beitrag mit der Leinenpflicht… Der war nicht wirklich spaßig zum lesen. Aber dafür zum nachdenken.

Heute gehts um das Thema, Hund aus dem Tierschutz. Wer die letzten Beiträge gelesen hat weiß, das unser nächster Hund nicht vom Züchter kommen soll. Auch wenn ich beim Interview von Maike und der Grafenberger Meute echt Lust bekommen habe, mich auf die „Warteliste“ vom S-pringerlein Wurf setzten zu lassen. (Wem geht es auch so?).

Jedoch haben wir bereits entschieden „der nächste kommt ausm Tierheim“. Und wie angekündigt wird die Gruppe #Teamtierschutz heute vermutlich aber dennoch nicht ganz zufrieden mit uns sein. Denn wir wollen kein Hund aus dem Ausland.

Bam, jetzt ist es raus.

Ja, es soll ein deutscher Hund aus einem deutschen Tierheim sein. Nein wir sind absolut nicht Rassistisch, aber wir finden es gibt hier auch sehr viele tolle Hunde die leider etwas unter gehen, weil so viele Menschen „nur“ noch die Auslandshunde retten möchten.

Ich bin diesem Thema -mal wieder- sehr kritisch gegenüber. Es gibt natürlich überall schwarze Schafe und man darf nicht alle über ein Kammscheren. Ich bin zum Beispiel auch Teamer des Tierschutzhof´s Karlsruhe und respektiere diese Arbeit sehr. Jedoch muss ich deutlich sagen das ich es nicht gut finde „jeden“ Hund nach Deutschland zu holen. Wie es viele Organisationen machen. Das Leben hier ist einfach ein ganz anderes und man sollte schon abwegen wer ein Leben hier verkraftet und mitmacht. Einen Rumänen z.B her zu holen, der hier dann erstmal 5 Jahre braucht um anzukommen und diese 5 Jahre in Angst leben muss, sorry das ist nicht sinnvoll in meinen Augen.

In unseren Tierheimen warten ebenfalls viele Hunde, die das Leben hier bereits kennen und die es einfacher haben in eine neue Familie integriert zu werden. Wir möchten gerne einem Hund ein Zuhause geben, der aus Familiären Gründen abgegeben wurde. Z.b durch den Tod des Besitzers, Scheidung, Allergien oder oder oder.

Dieser sollte mind. 2 Jahre sein, denn ich finde ab 2-3 Jahren sieht man erst den tatsächlichen Charakter/Wesen eines Hundes. Da wir von unserem Ersthund sehr verwöhnt sind, wollen wir einfach auf sehr wichtige Dinge nicht verzichten.
Das klingt nun bestimmt ziemlich egoistisch, aber wir möchten einfach keinen Hund der es nicht kennt Auto zu fahren. So ein Hund wäre bei uns einfach falsch aufgehoben und ich würde es nicht verantwortungsvoll finden einem solchen Hund bei uns ein Zuhause zu geben. Klar ist es alles möglich und sehr vieles muss einfach trainiert werden. Aber ein Hund der bereits gerne im Auto ist und in der Vergangenheit auch schonmal alleine bleieben konnte, ist einfach einfacher.

Wie steht ihr zu dem Thema? Tierschutz in Deutschland und Tierschutz im Ausland?
Schreibt es uns doch gerne in die Kommentare. Wir freuen uns

1.Interview, „ein Züchter erzählt“ (vom Grafenberg)

Moin Leute und winke winke, heute darf ich euch ein Interview vorstellen. Darüber freue ich mich sehr und in Zukunft soll es auch immer öfter mal welche geben. Habt ihr Themen Vorschläge dafür? Dann schreibt uns gerne: herzpfotenhunde.blog@gmail.com

Heute kommt aber ertsmal das Interview mit Maike. Sie wird sich euch gleich noch besser vorstellen. Nun wollte ich aber euch erstmal erzählen wie ich zur „Grafenberger Meute“ gekommen bin. Tatsächlich waren wir mit Maike´s Mama 2014 im Kontakt. Wir haben uns für den kommenden O-Wurf interessiert. Und wenn ich das Interview so lese, ich bin echt traurig keinen Hund aus dieser tollen Zucht zu haben. Dafür haben wir unseren Jamie -der natürlich der Weltallerbeste Hund ist-.

Ihr könnt mir ja am Ende ein Kommentar schreiben, was für einen Eindruck ihr von dieser Zucht habt und ob ihr sie vielleicht sogar kanntet? Schaut unbedingt auf der Homepage vorbei. Dieses Jahr erwarten sie ihren S-pringerlein Wurf.

Stell dich und eure Zucht doch kurz vor, damit wir wissen wer hier „spricht“:

Wir sind eine kleine Liebhaberzucht, die seit 1976 existiert und aktive
Familienhunde züchtet. In 44 Jahren hatten wir 18 Würfe. Begonnen hat unsere
Zucht mit Cockern, seit Anfang der 90er sind wir auf den English Springer Spaniel
gekommen. Ich heiße Maike, bin 27 Jahre alt und zurzeit im Referendariat an
einer Realschule in Düsseldorf. Meine Mutter war bis zu ihrer Berentung
ebenfalls Lehrerin – an einem Gymnasium. Gemeinsam sind wir eingetragene
Züchterinnen im VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen). Wir züchten also in einem offiziellen Club mit Papieren.


Unsere Zuchtstätte befindet sich bei meiner Mutter. Sie wohnt in Viersen in einem Haus mit Garten, das ein Teil eines modernisierten Vierkanthofes ist, welcher eine Minute vom Feld entfernt liegt. Wir arbeiten mit unseren Hunden und jeder hat seine eigenen Stärken. Was wir mit ihnen machen ist z.B.: Mantrailing, Dummyarbeit oder Rally O. Wir absolvieren die Begleithundeprüfung, um auch weitere Prüfungen ablegen zu können und nehmen unsere Hunde mit zu Menschen mit Behinderung oder in die Schule. Ausgiebige Spaziergänge oder auch Joggingrunden gehören zu unserem Alltag. Außerdem lieben wir es, mit den Hunden unseren Urlaub am Meer zu verbringen.

Wie viele Hündinnen und Rüden habt ihr derzeit bei euch?

Da wir nur sehr klein und als Hobby züchten, haben wir keine große Anzahl an Hunden. Dazu kommt, dass wir nicht im selben Haus wohnen.

Meine Mutter lebt mit zwei Springerdamen zusammen, unserer Nele und dem Rosinchen, Nele ist Rosines Oma. Ich selbst habe vor vier Jahren Piri behalten, sie ist Neles Tochter und Rosines Mama. Piri lebt mit meinem Freund und mir in Meerbusch.

Das heißt, es befinden sich drei Springer in zwei Haushalten.

Zusätzlich ist unsere Qiba in meinem Mitbesitz.
Sie genießt ihr Leben bei meiner besten Freundin in Köln und wird (hoffentlich) dieses Jahr unserem S-pringerlein Wurf das Leben schenken.

Rüden leben nicht bei uns, auch wenn ich jeden einzelnen unserer Nachzuchtjungs genau so liebe, wie die Mädels.
Leider wäre es jedoch bei so einem kleinen Kennel schwierig, einen Rüden zu behalten, da wir nie mehr als drei Hunde in einem Haushalt haben und uns nur mit den Hündinnen das Glück zuteil wird, Welpen großziehen zu dürfen.

Leben eure Hunde alle im Haus oder habt ihr auch Zwinger?

Wir haben keinen Zwinger, ich kann mich auch nicht erinnern, je einen besessen zu haben.
Unsere Hunde sind teilweise vielleicht sogar zu verwöhnt. Piri schläft bei uns im Bett und ruht auf der Couch.

Natürlich hat sie auch ihre eigenen Körbchen und nutzt diese,
allerdings ist sie ein sehr körperbetonter Hund, der das Kontaktliegen mit seinen Menschen braucht. Das ist ein Thema, bei dem sich natürlich
die Geister scheiden. Bei meiner Mutter schlafen die Hunde nachts
in ihren Körbchen und dürfen „nur“ mal Tagsüber zum Mittagsschlaf
mit ins Bett. Die Couch ist aber bei allen erlaubt. Ich denke, so lange
es den Hunden gut geht, ist es egal ob Bett, Couch oder Körbchen, Hauptsache sie erhalten die Zuwendung, die sie benötigen und besser noch: viel mehr.

Je nach Art der „Zwingerhaltung“ ist das vielleicht auch möglich, aber nicht meine Idee von Zucht.

Wie sieht die Welpenaufzucht bei euch aus?
Macht ihr z.B Ausflüge, habt im Garten was aufgebaut etc.

Das ist eine sehr komplexe Fragestellung, bei der ich nicht einfach so kurz erklären kann, was Welpenaufzucht bedeutet. Es steckt viel mehr dahinter.

Aber ja, wir machen Ausflüge, haben neben dem „Welpenparadies“ im Wohnzimmer, einen Freizeitpark mit Rückzugsmöglichkeiten im Garten.

Die Ausflüge außerhalb unseres geschützten Hauses und Garten werden jedoch nicht zu früh gemacht, da sich das Immunsystem der kleinen Herzenshunde erst noch stärken muss.

Trotzdem kennen sie bei Abgabe das Autofahren, den Hundeplatz unseres Vereins für Hundesport, Rinder vom Bauernhof nebenan, sowie Wald und Wiesen. Uns ist es wichtig unsere Schätze bestmöglich zu sozialisieren.
Sie lernen alle Geräusche des Alltags kennen und auch fremde Hunderassen, sowie Tierarten werden getroffen, um die Kleinen auf die große weite Welt vorzubereiten.

Wenn sich Interessenten bei euch melden, was möchtest du beim ersten Kontakt von ihnen gerne erfahren? (z.B. Wohnsituation)

Dazu möchte ich zunächst sagen, dass es einem Hund egal ist,
ob er in einer Wohnung mit zwei, oder in einem Haus mit 20 Zimmern lebt.
Die Wohnung ist für den Hund ein Ruheort.

Klar darf dort auch mal gespielt o.ä. werden, aber grundsätzlich findet die Auslastung für den Hund draußen statt. Ein erwachsener Hund „ruht“ – nicht schläft – um die 70% des Tages und sollte deshalb das Haus als Rück- zugsort sehen.

Natürlich möchten wir wissen, wie und wo die zukünftigen Lieblingsmenschen unserer Welpen leben, dennoch sagt die Größe einer Wohnung nichts über die Förderung des Hundes aus.

Wir freuen uns immer sehr, wenn sich InteressentInnen melden, die sich schon Gedanken über die Rasse und deren Auslastung gemacht haben.
Menschen, die uns erzählen, wer sie sind und wieso sie sich ausgerechnet für den Springer entschieden haben.


Personen, bei denen ganz deutlich wird, dass sie sich über einen Hund aus unserer Zucht freuen würden und sich für unsere Tiere interessieren.

Wie oft kommen euch in der Regel Welpeneltern besuchen?

Das ist ganz unterschiedlich und natürlich auch abhängig von der Entfernung. Außerdem hängt es ebenfalls mit dem persönlichen Bezug zu einem von uns zusammen.

Klar, dass meine beste Freundin öfter da war, als andere. Allerdings war sie das eben auch bei den anderen Würfen und hilft uns wo sie kann (ganz selbstlos natürlich und nicht, weil man so gerne Zeit mit Welpen verbringt ).


Pauschal ist das demnach nicht zu sagen.
Ich denke allerdings durchschnittlich alle 7-10 Tage nach den ersten drei bis vier Wochen, in denen die Kleinen noch keinen Besuch erhalten.
Da dürfen sie nämlich erst einmal in Ruhe mit ihrer Mama ihre eigene kleine Welt entdecken.

Suchen die Welpeneltern ihre Hunde selbst aus, oder teilt ihr das zu?

Generell ist es so, dass WelpeninteressentInnen natürlich ihre Vorstellung haben.

Das ist ganz normal und als Züchter möchten wir ihnen auch ihren Wunsch erfüllen, jedoch nicht zu jedem Preis! Eigentlich ist das bei uns ein gemeinsamer Prozess.

Wir schauen danach, dass der bisher zu erkennende Charakter des Welpen zu den familiären Bedingungen passt.

Bspw. geben wir zu ErstlingshalterInnen mit kleinen Kindern nicht den größten Rabauken, sondern eher den entspannten und leicht führigeren Welpen.

Bisher passte es immer. Zusätzlich ist es bei erfahrenen Hundehaltern so, dass sie im Normalfall mit jedem Charakter umgehen können und dadurch kein Problem mit der Auswahl entsteht.

Habt ihr eine Warteliste?

Warteliste ist bei uns wohl das falsche Wort.

Es gibt Welpeninteressenten, die teilweise über zwei Jahre „warten“, um einen kleinen Schatz von uns mit nach Hause nehmen zu können.

Jedoch zählt bei uns nicht das Motto „Wer zuerst kommt mahlt zuerst“, da wir uns genau mit den zukünftigen Lieblingsmenschen unserer Herzenshunde auseinandersetzten wollen.

Wenn das Zwischenmenschliche stimmt und wir davon ausgehen können, dass wir weiterhin ab und zu etwas von unseren Schätzen hören oder sehen, zählt das um einiges mehr als der Zeitpunkt, zu dem angefragt wurde.

Hast du Interessenten schonmal abgesagt und was sind da die Gründe für?

Ein schmerzhaftes Thema. Ich kann dir sagen, dass die Abgabe unserer Welpen schlimm ist und das zu den unschönen Momenten des Züchterdaseins zählt. Interessenten abzusagen, die eigentlich toll sind, ist allerdings eine ganz andere Hausnummer.

Dadurch, dass wir sehr klein züchten, hatten wir bisher immer das Glück, uns die neuen Welpeneltern aussuchen zu können. Es ist schlimm, wenn wir einigen sagen müssen, dass sie leider nicht in die engere Wahl gekommen sind, ohne dass diese es zu persönlich nehmen. Manchmal sind es Kleinigkeiten oder „zu wenige“ Welpen.

Wir haben allerdings auch tolle ZüchterfreundInnen, die wir dann gerne weiterempfehlen oder mit denen wir im engen Kontakt stehen.

Andere Gründe können sein, dass Interessenten von Beginn an sagen, dass sie den Hund kastrieren wollen und sich nicht umstimmen lassen. Kastration ist auch wieder ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden, allerdings bin ich strikt dagegen !solange! es keinen medizinisch oder gesundheitlich notwenigen Grund gibt und nur die eigene „Faulheit“ den Menschen dazu veranlasst, diese Maßnahme zu ergreifen.

In Deutschland ist die Kastration ohne ersichtlichen Grund sogar verboten! Ein weiteres
Argument gegen Interessenten ist das Zwischenmenschliche, manchmal passt es einfach nicht, egal ob ein- oder beidseitig.

Was war die kurioseste Anfrage, die du bisher gehabt hast?

Himmel, da gibt es einige :D. Aber eine lustige kam letztens noch per SMS:

Ein bisschen Spaß muss sein… Danach folgte noch eine kurze Konversation, aber diese fand schnell ihr Ende.

Gebt ihr auch erwachsene Hunde ab bzw. was passiert mit euren „Rentnern“?

Nein, das kam bei uns in all den Jahren bisher nicht vor. Unsere Rentnerinnen sind doch sowieso das Beste.

Wie könnte ich einen meiner Herzenshunde abgeben, der mir jahrelang die Treue gehalten hat? Ich kann die Beweggründe mancher Personen nachvollziehen, aus denen sie ihren erwachsenen Hund abgeben und häufig hängen damit auch schwere Schicksalsschläge zusammen… aber selbst einen meiner Hunde hergeben?

NEIN! Ich hoffe doch darauf, jeden einzelnen so lange wie möglich an meiner Seite zu wissen und kann mir gar nicht vorstellen, ohne sie zu sein.


In diesem Zuge: Ich vermisse dich unendlich sehr Emmy. Sie war die Stammhündin unserer Springerzucht und wurde im Alter immer schöner.
Schau dir diese wundervolle graue Schnauze an…

Wie viele Würfe hat eine Hündin bei euch i.d.R?

In der Regel haben unsere Hündinnen drei Würfe. Vielleicht wird Qiba nur einen haben und Piri zwei, das wissen wir noch nicht.

Aber mehr als drei sind bei uns nicht in der Planung, da wir unseren Hündinnen gerne zwei Jahre zwischen den Würfen Zeit geben und mehr Würfe, meiner Meinung nach, nicht sein müssen.

Sag niemals nie, trotzdem ist das nicht meine Vorstellung von Zucht, wenngleich ich hier keine anderen Züchter diskreditieren möchte.

Was würdest du zukünftigen Welpeneltern gerne mal antworten, was aber der Höflichkeit wegen vllt nicht immer geht?

Auch das ist wieder keine leichte Frage. Ich habe eben echt meine Mutter angerufen und sie gefragt, ob sie das beantworten kann.

Wir kamen zu dem Schluss, dass wir diese Situation eigentlich nie so wirklich haben.
Wir versuchen immer, alles so gut es geht zu erklären und thematisieren das, was uns wichtig ist.

Gibt es auch Hundeeltern bei denen ihr im Nachhinein das Gefühl habt, das passt doch nicht und wie reagiert ihr dann?

Sehr selten, aber leider ja.

Bisher hatten wir in den Springerwürfen einen, den wir komplett falsch eingeschätzt haben.

Seit Jahren schreiben wir immer wieder E-Mails oder versuchen ihn auf anderem Wege zu kontaktieren.
Keine Chance. Das macht uns traurig, da uns der Kontakt zu den Hundeeltern und somit auch unseren Grafenbergern sehr am Herzen liegt.

Habt ihr auch negatives Feedback von Hundeeltern erhalten und wie geht ihr damit um?

Natürlich gibt es auch mal negatives Feedback, allerdings bisher nicht gegen uns persönlich, zumindest nicht, dass ich wüsste .

Vielleicht traut sich auch keiner unserer Lieblingsmenschen. Es kommt eher dazu, dass wir trotz wöchentlicher Wurf-Informationsmails – rund um den Hund – und einer großen Welpen-Goodie Bag bei Abgabe (in der auch noch einmal eine Mappe mit allen wichtigen Informationen beigefügt ist) plötzlich Erstlingshundeeltern denken, dieser kleine 10 Wochen alte Welpe wäre „aggressiv“.

Da konnten wir ihnen vorher noch so viel davon erzählen, dass die Zähnchen nun einmal sehr spitz sind und nicht mehr an den Geschwistern abgewetzt werden können, sondern sie ihre Löcher in den Fingern oder Füßen der neuen Familie hinterlassen.

Aber auch das hat sich dann meist nach kurzer Zeit geklärt.
Wichtig ist uns, dass sie mit allen Fragen und Problemen zu uns kommen, damit wir gemeinsam Lösungen finden.

Was war euer blödestes Erlebnis im Thema Zucht/Hunde verkauf?

Wie schon zuvor erwähnt sind unschöne Momente, wenn wir uns in
Menschen täuschen, tollen Personen keinen Welpen geben können oder der Tag gekommen ist, an dem wir uns von den Kleinen verabschieden müssen.

Blöde Momente gibt es auch dann, wenn sich Personen nicht gut ge-
nug mit der Hundesprache auseinandersetzten und bspw. einfach in den geschützten Raum der Welpen eindringen, obwohl die Mutterhündin gerade mit ihren Kleinen Ruhe möchte.
Aber aus vielem kann man eben lernen und dazu gehören auch solche Erlebnisse.

Mir ist es beispielsweise sehr wichtig geworden, dass sich die zukünftigen
Welpeneltern mit der Mutterhündin auseinandersetzten und zu ihr eine Bindung aufbauen, um eine gewisse Vertrauensbasis gewährleisten zu können.

Denn am schönsten ist es doch, wenn alle ganzentspannt gemeinsam in der Wurfkiste oder Auslauf sitzen und die großen, sowie die kleinen Herzenshunde kuscheln können.

Wie oft geht ihr auf Ausstellungen und wie erlebt ihr diese?

Wir sind ein paar Mal im Jahr auf Ausstellungen – ich würde sagen durchschnittlich 5. Dieses Jahr werden wohl die meisten ausfallen, was ich sehr schade finde, da ich damit viel Spaß verbinde.

Ich kann zwar verstehen, weshalb Hundeausstellungen bei manchen verrufen sind – es gibt immer Menschen, die nicht gerade sehr rassegerecht mit ihren Vierbeinern umgehen – generell trifft man jedoch tolle Menschen, die viel Freude an den Hunden haben und ihre Schätze mit Stolz präsentieren.

Wir erzählen viel, tauschen uns aus, weil wir uns lange nicht gesehen haben, und kuscheln – also primär die Hunde!

Ausstellungen sind nicht gerade preiswert, aber als Züchter hast du den Wunsch, einen prämierten Hund vorzustellen.

Außerdem macht es dich stolz, wenn andere Menschen dein Tier ebenso schön finden, wie du selbst und am Ende, nach einigen Shows, bei denen dein Hund seine Klasse gewonnen haben muss, ein Champion-Titel herauskommt.

Gibt es Konkurrenzdenken unter euch Züchtern?

Konkurrenzdenken gibt es in jedem Fall, aber das ist gar nicht das eigentliche Problem, sondern die Missgunst, die Züchter teilweise untereinander zu verspüren scheinen.

Ich versuche, mich da weitestgehend rauszuhalten und bin bisher noch mit niemandem angeeckt, sondern versuche eher, ein kollegiales Miteinander zu schaffen, schließlich lieben wir doch alle diese Rasse und das sollte verbinden, nicht entzweien!

Trotzdem ist klar, dass nicht jeder sich mögen muss, aber muss schlechtes Gerede sein? Ich denke nicht.

Auf was achtet ihr, wenn ihr einen Rüden aussucht?

Die Rüdensuche kann mitunter Jahre dauern.

Ich möchte aus Piris nächstem Wurf eine kleine Maus behalten und suche eigentlich schon seit drei Jahren nach einem passenden Rüden.

Einer ist jetzt schon länger in der engeren Wahl, aber ich halte dennoch die Augen offen. Grundsätzlich achten wir bei der Rüdenauswahl zunächst auf die Gesundheit und die genetische Kombination. Wichtig ist uns beispielsweise ein möglichst geringer Inzuchtkoeffizient, gute HD (Hüft)- und Augenwerte. Natürlich spielt auch das Erscheinungsbild eine Rolle – Gleicht der Rüde die Hündin aus?

Ich möchte unsere Linie weiterhin elegant halten und den alten (also kleineren) englischen Typ züchten. Außerdem achte ich sehr auf die
Augen und das Haarkleid. Noch wichtiger als das Exterieur, ist jedoch der Charakter.

Wir sehen uns den Rüden vor dem Decken an, haben ihn vielleicht schon des Öfteren auf Ausstellungen beobachtet, oder fahren ihn besuchen,
um das Wesen besser einschätzen zu können. So kann auch gleich festgestellt werden, ob sich das potenzielle Paar gut versteht.
Natürlich ist die Voraussetzung für einen Wurf, dass der Deckrüde die Zuchtzulassung erhalten und wenn möglich Champion-Titel vorzuweisen hat.

Was sollte man als Züchter alles an Erfahrungen haben, um „züchten zu können“? (Frage aus der Community)

Neuzüchter bzw. diese, die es werden wollen, sollten damit anfangen, Züchterseminare zu besuchen. Der VDH oder der Club, in dem gezüchtet werden soll, bieten diese an. Immer hilfreich ist auch der Austausch mit erfahrenen Züchtern, die einem unterstützend zur Seite stehen. Hier zählt leider nicht nur learning by doing, sondern RECHERCHE, lesen und Gespräche mit Gleichgesinnten. Zusätzlich solltet ihr euch explizit mit der Rasse auseinandersetzten. Wissen, was ihr da überhaupt für einen Hund an der Leine habt, wie man ihn trimmt (frisiert und pflegt), was er zum Leben braucht und BESONDERS,
wie ihr ihn fordert und fördert. Ihr solltet für eure Hündinnen eine OP-Versicherung haben und euch bewusst sein, dass züchten nicht immer nur Spaß bedeutet. Die Geburt kann Komplikationen aufweisen, oder ihr bangt tagelang um ein Welpenleben. Züchten bedeutet auch, Sorgen zu haben.

Und züchten bedeutet vor allem, morgens, wenn ihr ins Wohnzimmer kommt, die Welpen ganz schnell in den Auslauf zu stecken, damit ihr die Wurfkiste säubern könnt, ohne, dass danach alle eine Unterbodenwäsche benötigen.

Kleiner Tipp von mir: Haltet euch die Nase zu, bevor ihr morgens ins Wohn-/Welpenzimmer kommt.

Und hier hast du Platz, um noch einiges zu schreiben, was du unbedingt mal tun wolltest:

Eigentlich nur eines: Liebhaber- und Hobbyzüchter verdienen kein Geld mit den Welpen. Die Ausgaben und die Vorbereitungen sind enorm.

In unserem letzten Wurf sind bei 5 Welpen insgesamt 30€ „übrig geblieben“.
Wenn wir die Zuchtzulassungen und Ausstellungen der Mutterhündinnen, sowie einiges mehr noch dazu zählen würden, dann wären wir eigentlich jedes Mal im Minus.

Wir genießen einfach die Welpenzeit und freuen uns über jeden, der unseren kleinen Herzen, die wir mit all unserer Liebe großziehen, ein wunderschönes Leben schenkt.

Leinenpflicht? Hund in der Stadt ohne Leine

Heute muss ich mir mal etwas Frust von den Fingern schreiben. Aber erstmal Hallo und Winke, Winke liebe Pfotenfreunde! Wir wohnen nun seit 1 Jahr in der Stadt, naja Städtchen. Es ist richtig idyllisch hier und wir fühlen uns sehr wohl, aber hey! Warum muss jeder seinen Hund hier an Straßen frei laufen lassen?? Da reg ich mich doch direkt schon wieder drüber auf beim Gedanken daran und auch auf Instagram hatte ich schon die ein oder andere Diskussion.

Wo fang ich am besten an, lasst mich meine Gedanken mal sachlich sortieren sonst wird das hier ein Wut-Beitrag ohne Sinn und Verstand. Also….:

Wir haben alle Hunde, wir werden als Hundehalter bezeichnet. Der Ruf eines Hundehalters ist denkbar schlecht. „Die kacken überall hin“, „die fallen kleine Kinder an“, „die werden in Gaststätten auf den Stuhl gelassen“ und: „die werden überall frei gelassen“. Und das alles ist, was auch mich extrem an uns Hundehaltern stört. Diese Besitzer vermiesen uns allen den Ruf und somit auch die Rechte. Denn schaut euch doch mal um, wo sind Hunde denn noch erlaubt? In vielen Gaststätten dürfen sie nicht mit rein. In manchen Parks sind sie auch verboten. Tja warum wohl? Mich wundert das schon lange nicht mehr. Ehrlich mal Leute das ist Fremdschämen! Wo ist euer Anstand? Wir alle haben doch hoffentlich Respekt und Höfflichkeit von unseren Eltern gelernt. Ach warte, da war was. Das fällt auch bei „normalen“ Menschen auf. Ein einfaches Bitte/Danke oder Hallo ist ja bereits zuviel verlangt. Vielleicht von manchen auch zu viel erwartet.

Wenn das bei Menschen ohne Tiere so ist, dann stört mich das ja nicht mal. Aber ein Tier kann nicht reden, kann nicht sich währen und ist wie so oft: der Leidtragende.

Auch bei unserem heutigen Thema, das gewiss schon wieder sehr für Theater und Diskussionen sorgen kann, wird es darum gehen. Ich denke wir fangen mal vorne an. Wo meine Erkenntnis -Hunde überall frei zu lassen, nicht gut sein kann- beginnt. Bei einem Autounfall….

Auf dem Weg ins Büro, ich war damals in der Ausbildung, ist es passiert. Ich habe einen Hund überfahren. Ja, richtig gelesen. Einen „der hört 1A“, „der läuft nicht zu anderen“, „der tut nichts“. Ja alles richtig, ja der hört gut. Mag alles sein. Aber mal knallhart gesagt: jetzt nicht mehr! Denn er musste eingeschläfert werden. Das sind Lebewesen und Lebewesen erschrecken sich auch mal! In diesem Fall vor der Straßenbahn die quietschend an die Haltestelle fuhr. Links und Rechts davon waren zweispurige Straßen auf denen 60 erlaubt und 80 von vielen gefahren wurden. Der Hund hat sich erschrocken, kam auf die Fahrbahn gerannt, geriet unter mein linkes Vorderrad und brach sich sämtliche Knochen.

Ich denke das dieses Erlebnis meine Meinung so aggressive und lautstark verkünden lässt, wenn ich Menschen sehe die in der Stadt/an der Straße ihre ach-so-toll-hörenden-Hunde frei lassen.

Das ist das eine wo ich denke MEIN GOTT LEUTE! Leint euren Hund zu seiner SICHERHEIT an!!! Es ist doch wirklich nicht zu viel verlangt.

Gehen wir mal vom extrem Beispiel weg. Denn viele werden nun sagen, jaaa guuut ich leine meinen Hund ja aber gar nicht an Straßen ab. Ich habe so oft, fast täglich, die Situation das uns unangeleinte Hunde entgegen kommen und ich weiß das einige die das lesen auch ihren Hund nicht immer anleinen wenn Menschen entgegen kommen. Kurz ins Fuß rufen reicht ja. Der Hund bleitb dort doch. Stimmt das ist meist so. Aber wer kann das zu 100% versichern (da sind wir wieder bei: Es sind Lebewesen) Aber woher weiß ich, wenn ich euch entgegen komme, das euer Hund auch im Fuß bleibt? Bei all den Hunden die absolut nicht hören und nicht erzogen sind (sind wir mal ehrlich, diese Fraktion überwiegt einfach), woher soll man dann wissen das ausgerechnet dieser Hund so gut im Gehorsam steht das er nicht zu anderen rennt?
Es geht nicht nur dabei um die Menschen die panische Angst vor Hunden haben, sondern auch um andere Hundehalter die schlechtes erlebt haben. Es reicht oft mals nicht, seinen Hund ins Fuß zu rufen -nein man muss sagen es reicht nie, den Hund einfach nur ins Fuß zu rufen. Nehmt bitte eine Leine mit und gibt anderen ein gutes, sicheres Gefühl wenn ihr für 5m eure Hunde anleint.

An dieser Stelle bekomme ich immer zu hören: „Können wir doch nichts dafür wenn dein Hund nicht hört und dein Hund angeleint werden muss“. Muss er nicht. Der hört nämlich mindestens genauso gut wie eure. Aber ich habe gelernt Respektvoll mit Mitmenschen umzugehen. Und stellt euch vor, es schadet weder mir noch meinem Hund, wenn ich ihn für 5m anleine. Was ich stattdessen bekomme? Ein grinsen, ein Danke, ein „das ist aber sehr lieb“. Und es macht mich verdammt stolz, das ich einer der Hundehalter bin wo die Menschen denken „hmm, die können ja doch anders“.

Versucht es doch gerne mal, ich verspreche euch es schadet eurem Hund nicht. Im Gegenteil es ist auch noch eine tolle Übung.

Bei diesem Thema muss natürlich auch eine gesetzliche Leinenpflicht angesprochen werden. Die im übrigen bei einem Verstoß ein saftiges Bußgeld von bis zu 50.000€ mit sich bringt. Natürlich ist die Leinenpflicht in jedem Bundesland anders geregelt und auch von Stadt zu Stadt anders. Aktuell ist die Brut- und Setzzeit. Was mich auch schon wieder aufregt ist dann zu hören „Bei uns ist keine Leinenpflicht“. Was ich zu gern antworten würde „Tut mir leid das deine Stadt so doof ist und das Wild nicht schützen möchte“. Denn jeder sollte wissen, in Region-A sind die gleichen Tiere wie in Region-B. Nämlich Wildtiere die in dieser Zeit ihre Ruhe benötigen. Vom 1.April bis 15.Juli ist jedes Jahr diese Zeit. Rehe bekommen ihre Kitze und Vögel sind am brüten.

Und Hunde? Hunde stören sie dabei und töten sie dadurch. Dein Hund jagd nicht? Super! Dein Hund rennt ja nur über die Wiesen und spielt? Das ist in dem Fall das gleiche. Denn dadurch fühlt sich das gut versteckte Reh bereits so sehr gestört, dass es das Kitz zurück lässt, welches somit sterben wird. Erst gestern musste ich von einem „der hat noch nie gejagt-Aussie“ lesen. Der brav eine Ente im Fang getragen hat.

Auch hier wieder: ist es wirklich zu viel verlangt in dieser Zeit seinen Hund an die Schleppleine zu nehmen? Scheinbar schon.

Es macht mich unheimlich traurig das die Hundehalter, Menschen, die Bevölkerung immer nur an sich denken. Nicht nur beim Thema „Hund an die Leine nehmen“, sondern auch in allen anderen Bereichen. Das ist ein Gesellschaftliches Problem, das weiß ich. Aber wenn jeder doch bei sich selbst anfangen würde, wäre das schon von großem Vorteil.

Und damit beende ich diesen Beitrag, den ich einfach dazwischen schieben musste.

Bis bald ihr Herzpfoten Freunde. Bleibt gesund und denkt bitte über meine Wörter nach.

Wieder ein Hund vom Züchter?

Hallo Pfotenfreunde und Winke, Winke!

ich freue mich das meine ersten beiden Beiträge so gut angekommen sind. Über 50 Leute hatten es nach 1 Tag angeschaut. WOW.

Heute möchte ich mit euch über das Thema Hund vom Züchter und wie wir uns für einen nächsten Hund entscheiden würden, reden. Das ist ein sehr Diskussionsreiches Thema und ihr dürft mir eure Meinung gerne in den Kommentaren niederschreiben. Also wir werden uns, Stand jetzt, für


einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden. Da werden jetzt einige sicher durchschnaufen und denken, puuuh na zum Glück! Aber wenn ich das Thema in einem eigenen Beitrag erklären werde … na mal schauen wie die #TeamTierschutz-Gruppe das dann findet, denn auch bei dem Thema habe ich meine Meinung und die wird durch meinen Partner noch stärker gefestigt. Aber nun soll es ja hier erstmal grundsätzlich um Züchter oder Tierschutz gehen.

Was ist überhaupt ein guter Züchter, sollte man sich dann zu erst fragen und ich versuche das hier aus meinem Gefühl raus zu schreiben und keine anderen Websiten zu durchforsten und Copy&Paste zu drücken. Denn das ist hier ja mein Blog und meine Einschätzungen. Also ein Züchter ist für mich eine Person/Familie die sich einer Rasse verschrieben hat.  Eine Rasse so toll findet das sie ganz Feuer&Flamme für diese ist. Sagen wir mal unser Züchter-Beispiel A hat sich für die Rasse  Dalmatiner entschieden. (Zu diesem Beispiel kommen wir weiter unten im Text).

Für mich ist es keine gute Zucht, wenn man 4 oder 5 Rassen gleichzeitig züchtet. Ich weiß das dies nun für manche ein ziemlicher Schlag ins Gesicht ist, denn ein paar die mir auf Instagram folgen machen genau das, deswegen fangen wir mit dieser Frage an und ich erkläre euch anhand des Züchter-B´s das Beispiel:

Warum ich finde das dies keine gute Zucht sein kann?

Ganz einfach: eine gute Zucht ist meiner Meinung nach (!) sehr Zeitintensiv und mit viel Arbeit verbunden. Die Hündinnen müssen auf Ausstellungen vorgestellt werden und zwar nicht nur 1-2 im Jahr, bis sie ihre Zulassung haben. (Genauso Rüden aber wir gehen hier einfach mal davon aus, dass unsere Beispiel Zucht nur Hündinnen hat und keine Rüden -> was natürlich noch mehr Arbeit machen würde -weil, noch mehr Ausstellungen besucht werden müssen und auch bei der Haltung an sich muss einiges beachtet werden wenn läufige Hündinnen und intakte Rüden im Haus sind.

Es müssen Untersuchungen veranlasst werden sowie evtl. sportliche Leistungen vorgewiesen werden.

Natürlich müssen die Hunde ja auch ganz normal nebenbei beschäftigt werden, Gassi gehen, Hundeplatz besuchen und einfach nur Hund sein. Das allein ist schon mal sehr Zeitintensiv, nun hat man im besten Fall ja auch noch einen Job und zwar mindestens Halbtags.

In unserem Züchter-B Beispiel ist es nun so, das mehrere Rassen gleichzeitig gezüchtet werden.

Sagen wir mal Border Collie, Dackel und Cocker Spaniel. Nicht nur das diese Rassen kaum was gemeinsam haben -> man muss ja möglichst viele Interessengruppen ansprechen. Ist es nun auch so das sie aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften auch unterschiedliche Beschäftigungen benötigen. So geht der Dackel im besten Fall in die jagdliche Ausbildung, der Cocker zur Rettungshundestaffel und der Border darf an den Schafen arbeiten. Das wäre für mich eine artgerechte Auslastung der Hunde (auch hier zu wird es einen eigenen Beitrag geben).

Und wir haben ja bereits gelernt: Ein guter Züchter lastet seine Hunde Artgerecht und mit Vorbildfunktion aus.

Trotz der Befürchtung das es so langsam kompliziert hier wird, erweitern wir unser Negativ Züchter-B Beispiel noch. Von den 3 genannten Rassen hat Züchter-B nun 2 verschiedene Hündinnen. Denn eine Hündin sollte ja nicht jährlich einen Wurf haben! Das wären also 6 Hündinnen, Tendenz natürlich höher und ggf. auch Rüden der Rassen daheim. Sagen wir also mal 8-10 Hunde Zuhause.

8-10 Hunde Zuhause? Ja wer kann da noch Arbeiten gehen? Richtig, vermutlich niemand.

Also wird das Geld hauptsächlich über die Würfe gemacht. Die Rechnung 1 Wurf, a 10 Welpen, a 1000€ = 10.000€ / Wurf bei 3 Rassen, 3 Würfe/Jahr = 30.000€ pro Jahr rein über die Zucht, geht natürlich nicht auf das ist mir auch bewusst.

Ein Züchter hat viele Ausgaben auch pro Wurf und kaum einer macht Gewinn damit: Wenn er es anständig macht. Ich finde es eine Gratwanderung hier nicht von Vermehrer zu sprechen.

Das ist natürlich jetzt sehr verallgemeinert und simpel geschrieben und kann NICHT auf Einzelfälle übertragen werden. Es soll nur als Denkanstoß dienen, ob ein Züchter, der mehrere Rassen gleichzeitig züchtet, wirklich so seriös sein kann.

Kommen wir nun zu unserem Züchter-A Beispiel. Aber erstmal schnaufen wir kurz durch und trinken etwas. Das war ganz schön viel Input und evtl. aus dem Fluss heraus geschrieben, auch etwas verwirrend teilweise. Lest gerne einzelne Sätze nochmal nach und gönnt euch einen kurzen Moment ruhe.

Nun gehen wir zum nächsten Beispiel, meinem DAS ist ein guter Züchter Beispiel.

Dabei fällt mir auf, es gibt noch viele Beispiele dazwischen und viele Überlappungen, das wären Züchter-C, Züchter-D und vermutlich E. Da dies nun tatsächlich den Rahmen sprengen würde, schreibe ich euch ganz unten im Beitrag kurz und knapp ein paar Stichwörter auf, auf was ihr bei einer Züchter Homepage achten solltet, bzw. worauf ich in Zukunft achten werde.

Da fällt mir ein, der Titel von diesem Blog sagt ja eig. aus, ob wir wieder einen Hund vom Züchter nehmen würden? hmmm. da muss ich am Ende auch noch die Kurve wieder hinbekommen, mal sehen ob mir das gelingt.

Jetzt aber endlich zum Züchter-A.

Züchter-A züchtet Dalmatiner. So haben wir es weiter oben geschrieben.

Dalmatiner also, sooo süß! Definitiv ja auch auf meiner Top 10-Liste.

Züchter-A geht Halbtags arbeiten, hat einen Partner der gleichzeitig Vollzeit arbeitet. Irgendwie muss dieses teure Hobby ja finanziert werden. Züchter-A lebt auf dem Land mit großem Grundstück und eingezäunten Garten. Hier gibt es keine Zwinger, alle Hunde dürfen im Haus leben. Für die Welpen ist genug Platz um ein Spieleparcours aufzubauen. Hier lernen sie viele Geräusche, Untergründe und Situationen spielerisch nebenbei kennen. Da Züchter-A nur Dalmatiner züchtet hat er die Zeit sich nicht nur zu 100% gut mit dieser Rasse auszukennen, sondern zu 1.000%. Die restliche Zeit des Tages kann damit verbracht werden aktuelle Rüden zu kennen, Vor und Nachteile dieser abzuwägen und genau zu wissen, welcher zu den Hündinnen passt. Also einfach „auf dem aktuellen Stand und täglich neu informiert zu sein“. Züchter-A hat 2 Hündinnen und vielleicht 1 Nachzucht Hündin für die Zukunft. Da Züchter-A nur Dalmatiner hat und diese grundsätzlich schonmal ähnliche Interessen haben, kann er mit den Hündinnen bei einer Sportgruppe teilnehmen und muss nicht Dienstags 20km in die eine Richtung für das Sportangebot für Hund1 und Mittwochs 30km in die andere Richtung für Hund2. Züchter-A nimmt z.B am Obedience Training mit beiden Hündinnen teil und kann hier Erfolge nachweisen. Da Züchter-A sich sehr gut mit dieser Rasse auskennt sind natürlich auch die erforderlichen Untersuchungen absolut kein Problem, sowie die Ausstellungen.

Alles geht einfacher von der Hand und ist somit mit weniger Aufwand verbunden um gute Ergebnisse in allen Bereichen zu erzielen.

Ach und: Da Zücher-A nicht 8 Hunde daheim hat, ist auch keine evtl. Zwingerhaltung notwendig.

Ein guter Züchter hat für mich also nur eine Rasse die er sehr gewissenhaft Züchtet. 

Alle Untersuchungen sind aktuell und ein Hund kann ohne Einschränkungen in die Zucht.

Ein guter Züchter lässt die Hundeeltern ein paar mal vor Abholung erscheinen und achtet sehr darauf das der ausgesuchte Welpe tatsächlich zu den Lebensumständen passt, evtl. sucht er sogar aus welcher Welpe zu welcher Familie einziehen darf. Ein guter Züchter hat nicht jedes Jahr einen Wurf, oder zwei oder drei. Ein guter Züchter hat pro Hündin nur 3 Würfe und nicht aus diesem Grund dann halt 8 Hündinnen daheim. Ein guter Züchter hält Kontakt zu den Welpeneltern und steht mit Rat und Tat zur Seite. Er interessiert sich somit auch nach der Abgabe für den Welpen/Hund.

Evtl. finden auch Nachzucht Treffen statt. Ein guter Züchter bereitet die Welpen gewissenhaft und mit viel Geduld auf ihr Leben vor, es werden kleinere Ausflüge unternommen um z.B Pferde kennenzulernen, gut sozialisierte Erwachsene Hunde werden eingeladen um den kleinen etwas Anstand beizubringen und damit sie nicht nur optisch „ihre Rasse“ kennen.

Nun also die Frage an mich, werden wir wieder einen Hund von einem guten Züchter adopptieren?

Nein, werden wir erstmal nicht. Der nächste Hund soll aus dem Tierschutz kommen. Das stand relativ schnell fest.

Ist ein Hund aus dem Tierschutz weniger anfällig für Krankheiten? Kann sein. Hat ein Hund aus dem Tierschutz vielleicht eine höhere Lebenserwartung, vielleicht. Das sind Dinge die weiß niemand und das ist auch sehr viel Glück und Pech. Von unserem Ersthund ist die Haupterkrankung z.B übertragen von einer Zecke. Das kann mit einem Hund aus dem Tierschutz genauso gut passieren. Da kann keiner was dafür.

Also: unser nächster Hund wird aus dem Tierschutz kommen. Dennoch schaue ich mir gerne Züchter und ihre Würfe an und verfolge sie teilweise seit Jahren. Es gibt ein paar Züchter bei denen ich somit sagen kann, ja da würde ich einen Welpen nehmen. Da ich bei diesen Züchtern über Jahre nun gesehen habe wie sie mit den Würfen umgehen und mit den Welpeneltern und wie oft sie mit welcher Hündin einen Wurf haben. Nur durch dieses Beobachten kann man tatsächlich einen Züchter ausfindig machen. Auf den ersten Blick kann jede Zucht gut oder schlecht wirken.

Genauso ist das bei dem Tierschutz und hier gibt es genauso negative wie positive Beispiele. Wie überall halt. Deswegen werde ich im nächsten Beitrag darüber schreiben, was wir für einen Hund im Tierschutz aussuchen würden und was unsere Meinung von Auslandshunden ist.

Aber für heute lassen wir es mal gut sein und schließen diesen Beitrag. Das war wirklich sehr viel Text. Findet ihr auch? Lasst mir eure Meinung sehr gerne in einem Kommentar da.

Hier noch die versprochenen Stichpunkte, die ich auf einer Züchter Homepage immer überprüfe und was für mich auf den ersten Blick einen guten Züchter ausmacht:

  1. deine Homepage vorhanden ist und gepflegt wird (also aktuell ist)
  2. die eigenen Hunde werden mit vielen Bildern und langen Texten beschrieben, z.B Charakter, Jagdtrieb, verhalten an den Schafen, sportliche Leistungen, Untersuchungsergebnisse sind veröffentlicht. 
  3. die Idee hinter der Zucht wird beschrieben, z.B Rasseerhalt, das züchten von Familienhunden ohne Jagd/Hütetrieb oder eben gerade in diese Richtung: das züchten von Arbeitshunden die ein tadeloses arbeiten am Wild/Schaf zeigen. 
  4. alle Würfe sind aufgelistet mit den wöchentlichen Entwicklungen. Von früheren Würden gibt es auch aktuelle Bilder der Tiere, sowie Untersuchungsergebnisse und in welchen Bereichen die Hunde heute eingesetzt werden/leben.
  5. Es finden regelmäßige Wurftreffen statt und kann diese einsehen
  6. Die Rasse wird ausführlich beschrieben mit Vor und Nachteilen und das Angebot bei Fragen immer zur Verfügung zu stehen ist ersichtlich
  7. Am besten findet man auf der Homepage auch Bilder von der Wurfkiste bzw des gesamten genutzten Raum für die Welpen (Spielparcours im Garten etc.)
  8. Toll wäre natürlich auch wenn evtl. Ausflüge der bisherigen Welpen aufgelistet sind, zB mit dem Autofahren, fremde Umgebung kennenlernen oder auch mal ein Besuch bei Pferden -damit die Welpen bestens vorbereitet werden.

Nun sag ich erstmal Winke, winke bis zum nächsten Beitrag.

Eure HerzpfotenHunde

Zweithund? Weil Ersthund kein Sporthund ist?!

Winke, winke liebe Pfotenfreunde,

schön das ihr auch diesen Beitrag lesen möchtet. Na, schon ein Kommentar im vorherigen gelassen? Ne? Na dann Hopp, hopp -das ist mein Feedback von euch und mir ganz viel Wert.

In diesem Beitrag geht es also um das Thema Zweithund und zu diesem Thema habe ich ganz viel zu erzählen. Denn wir standen bereits 2x auf einer Warteliste und einmal ist sogar


ein Junghund dann bei uns eingezogen. Aber ich habe ja schon gelernt: man fängt vorne an.

Vorne, das ist in unserem Fall Anfang 2016 gewesen. Jamie war 2 Jahre und langsam wurde erkennbar, der Weg mit ihm wird kein normaler Sporthunde Weg. 

Wenn ihr den Beitrag darüber gelesen habt dann wisst ihr: ich wollte Hundesport betreiben. Ich bin eigentlich ja Reiterin und das bereits vor meiner Geburt. Die Pferde waren ein täglicher Begleiter und gaben mir viel halt. Ein eigenes Pferd war aber zu teuer und ein Hund war günstiger. Ganz blöd gesagt, so war die Überlegung damals mit 19 Jahren. (Tja hätte ich damals gewusst das ich um die….€… -> lassen wir das Thema, wir würden zu weit abschweifen.).

Also, mein Ersthund war außer gefecht damals. Also informierte ich mich über andere Rassen. Klar war immer, ich wollte kein 0815 Hund. Sondern was besonderes. So kam ich auf den Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Luft holen kurz, das war ein langes Wort. Naja Rasse“name“. Kurz: Duck Toller. Eine Wahnsinnig schöne und beeindruckende Rasse. Die perfekt zu uns zu passen schien.

Ich studierte Züchter, hatte mit ein paar Kontakt und bereits eine Auswahl getroffen. Eine super Züchterin habe ich gefunden, deren Seite ich heute noch gerne verfolge. Der A-Wurf stand an, der Zeitpunkt schien perfekt. Ich ließ mich auf die Warteliste schreiben und stand an erster Stelle für einen Rüden. Doch wie ist das? Es sollte wohl nicht sein. Beruflich gab es große Veränderungen und somit auch Einschränkungen und ihr kennt das selbst: Erwachsen sein ist manchmal echt doof! Da muss man so vernünftig sein und so wichtige Entscheidungen treffen.

So traf ich die einzig richtige Entscheidung: ich sagte unserem Zweithund ab bevor er überhaupt geboren wurde. Dennoch, als der Wurf kam schaute ich mir im Internet alle an und machte den Fehler zu überlegen, welchen ich wohl genommen hätte. Tatsächlich gab es einen Rüden an den ich mein Herz verlor und dem ich heute noch nachtrauer, „Herr Grün“.

Doch wie gesagt, es war vernünftig und es war gut so. Also ließ ich das Thema erstmal wieder sein.

Die Rückschläge mit Jamie wurden immer mehr und ja, ich suchte einen sportlichen Ersatz für ihn. (pff wie egoistisch!).

Spätsommer/Herbst 2016 ist dann also  das Thema wieder aufgekommen, denn die berufliche Situation hat sich gebessert. Es ist eine Hündin bei uns eingezogen, für 6 Wochen. Warum so kurz? Das würde den Rahmen hier sprengen, aber ein Grund war auch, dass Jamie keinen zweiten Hund aktzeptiert hat. Er wurde regelrecht Depressiv. Nahm immer weniger Anteil an unseren Gassi Runden und war einfach „nur noch da“.

Das ging so natürlich gar nicht. Auch wenn ich definitiv wieder einen zweiten Hund aussuchen wollte, so musste ich schnell merken, Jamie blühte als er alleine war wieder komplett auf.

Und er ist und bleibt einfach das aller Wichtigste in meinem Leben.

Somit habe ich mich damit abfinden müssen, das ich keinen Sportpartner habe, das dies auch nicht der richtige Grund ist um sich einen Hund zu kaufen und das ich finanziell keinen zweiten (eventuell auch kranken) Hund stämmen könnte.

Also bekommt Jamie das beste Leben das er nur verdient hat bei uns, als Einzelhund.

Auf Instagram werde ich oft gefragt warum wir keinen Zweithund haben, warum ich keinen möchte.

Abgesehen davon das ich ja einen möchte, aber einfach Vernünftig bin, muss ich an dieser Stelle auch mal sagen dass es ein schlimmer Trend geworden ist, das mit dem Zweithund.

Gerade auf Instagram erfahre ich das immer öfter. Jeder braucht einen zweiten Hund, Kanäle mit nur einem Hund gehen unter und außerdem kann man ja gar nicht so süße Tricks und Bilder mit nur einem Hund machen. Besonders viele jüngere Menschen haben dann ganz schnell 4 Hunde die alle nur 1 Jahr auseinander sind. Ist das sinnvoll? Meiner Meinung nach NEIN.

Generell finde ich, wenn man einen zweiten Hund dazu holt, sollte der Ersthund fertig ausgebildet sein. Aber wann ist das ein Hund und was gehört da alles dazu? Das wird ein weiterer Beitrag werden.

Soviel vorne weg; das geht gut und gerne bis zum 3. Lebensjahr. Lasst euch Zeit, lasst eurem Hund Zeit.

Ich hätte zu früh einen Zweithund geholt und ich finde das diesen Fehler sehr viele machen.

Auch ich habe gedacht, das muss sein, das ist Richtig, das ist Zeit genug (2 jähriger Hund). Wenn man aber sieht was ein Hund mit 4 Jahren und 5 Jahren nochmal an Veränderungen mitmacht, dann kann man mit 2 Jahren doch noch gar nicht sagen was für ein weiterer Hund dazu passt. Oder?

Aber der Trend geht zum Zweithund und auch ich lasse mich gerne davon anstecken. Ich schaue mich in Tierheimen um, lese Rasse Portraits und schau mir Züchter Homepages an. Wenn ich könnte wie ich wollte hätte ich vermutlich 5 Hunde hier.

Einen Belgischen Schäfer, einen grauen Deutschen Schäfer, einen Tervueren, einen Finnischen Lapphund, einen Deutsch Kurzhaar, einen Drahthaar, einen Münsterländer, einen Collie, einen Sheltie, einen Dalmatiner, einen Islandhund, einen weißen Schäfer und ganz viele Mischlinge aus diesen Rassen. Ach das waren keine 5 Hunde? Upssii.. ich brauche wohl dann eingen großen Geldbeutel, einen großen Garten und viel Zeit hihihihii

Wie ist das bei euch? Schaut ihr euch gerne andere Züchter an, stöbert im Tierheim und träumt vom Zweithund?

Fakt ist bei uns: Jamie darf als Einzelprinz leben und ein nächster Hund wird nicht als Sportpartner angesehen. Fakt ist auch, es wird kein………“ -> Tja hier endet der Text für heute, denn der nächste Beitrag soll über „Zuchthund oder Tierschutzhund“ gehen.

So, das war unser zweiter Beitrag hier. Ich hoffe das hat euch gefallen und ich freue mich sehr auf einen Kommentar.

Liebe Grüße, die HerzpfotenHunde

Unsere Hundesport Geschichte

Hallo und winke, winke an alle Pfotenfreunde!

Willkommen auf diesem Blog und Willkommen bei uns.

Ist das nicht eigentlich das gleiche? Naja egal, Willkommen!

Hier wird mal nicht typisch mit; ich bin Cori, bald 25 Jahre und stolze Besitzerin eines Springer Spaniel Rüdens, Namens „Jamie“, angefangen. Ups, da ist es doch passiert.

Ihr merkt, hier wird alles nicht ganz


so ernst genommen und dennoch sollen die Beiträge hier zum nachdenken und besonders aber zum schmunzeln anregen. Das Leben ist ernst genug, hier soll man es leicht haben. Leicht die Beiträge zu lesen und leicht, die Beiträge zu verstehen.

Manchmal wird auch Ironie mitschwingen. Ironisch genug ist es, dass ich einen Blog schreibe. Ich, ausgerechnet ich… warum? Das wäre einen eigenen Beitrag wert. Jedenfalls: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie…. ihr wisst schon.

Die meisten sollten mich von Instagram kennen. Dort hatten wir schon viele Namen und viele Accounts. Ja wir sind bisher nicht sehr standfest mit unseren Entscheidungen gewesen, das gebe ich zu und dazu stehe ich. Mit ein Grund für die Namenswechsel war jedoch auch unsere Hundesport Geschichte (um die es in diesem Beitrag ja eigentlich gehen soll. Spoiler: abschweifen wird hier auch mal möglich sein).

Fangen wir mal vorne an. So macht man das doch -oder?

2014, mein kleiner Knirps ist bei uns eingezogen. Großes hatten wir vor mit dir. Ich wollte klassisch ins Agility gehen. Klar, was anderes kennt man doch als Hundeneuling nicht. Hundeneuling? Bin ich das eigentlich… wir hatten ja schon mal Hunde…. -> eigener Beitrag (Notiz schreiben, damit ich das nicht vergesse). Also; Agility sollte es sein. Natürlich wenn Knirps alt genug ist! Aber wir haben ihn langsam an die Geräte heran geführt. Schnell war es versaut: durch eine ungeschickte Trainerin hatte er panische Angst vor der Wippe bekommen. Seitdem haben wir die Angst vor „wackelnden Untergründen“ generell nicht mehr aus ihm heraus bekommen. Agility war also gestrichen, bevor es richtig anfing. Denn eines war schon immer klar: es soll dem Hund Spaß machen.

Also hatte ich hier einen 8 Monate alten Junghund mit dem ich Agility machen wollte und der Angst vor Wippen hatte. Suuuper, aber hey es soll scheinbar noch andere Sportarten geben. Also haben wir erstmal den Hundeführerschein gemacht und nebenbei auch immer getrickst. Am DogDance haben wir uns privat auch mal versucht. War nichts für uns. Trickdogging jedoch schon und so erstellte ich einen YouTube Kanal und Facebook Seite und dann eben auch Instagram. Damals unter StreuselnasenJamie. Eine tolle Zeit!

Der Knirps war schon bald keiner mehr und vor mir stand ein Erwachsener Hund der gefordert werden wollte.

Mantrailing wurde ausprobiert. In einer Vereinigung die für die Polizei die Hunde ausgebildet hat. Das war super, darin hatten wir beide unsere Freude gefunden. Jamie ist ein Naturtalent. Wir gingen auf Seminare und Workshops und egal wo wir waren, mein großer wurde ins höchste gelobt. Das Hundebesitzer-Herz schlug natürlich höher. Doch es kam wie es kommen musste. Unsere Trainingsgruppe wurde erstmal auf Eis gelegt und die nächste war rund 200km weit weg… In den örtlichen Staffeln gab es damals nur Flächensuchhunde und keine Mantrailer. Somit schauten wir weiter.

Wir haben den Turnierhundesport für uns entdeckt. Ach eigentlich fanden wir immer alle Sportarten klasse, doch THS war weit vorne! Wir hatten eine tolle Gruppe, waren mit ihnen auf der Süddeutschen Meisterschaft und hatten einfach eine super Zeit. In allen Sparten hatten wir unsere verschiedensten Stärken ausbauen können. Denn sowohl in der Unterordnung, als auch im Sprung und Geländelauf hat Jamie gepunktet. Naja gut, für mich war es ab und zu schwer Schritt zu halten. Aber Jamie, der hat mal wieder abgeliefert.

Nach viel zu kurzer Zeit kam jedoch die Aussage verschiedenster Tierärzte. Mein Champion darf nicht mehr hoch springen. Ein Springer Spaniel der nicht mehr springen darf?? Ja, schwierig! Warum und was er tatsächlich hat, sollten wir auch erst 3 Jahre später erfahren, somit wird es an dieser Stelle ebenfalls nicht verraten.

Ich war geknickt. Ich war sauer. Nicht auf meinen Hund, auf die Welt! Also suchten wir weiter. Fakt war; ich wollte Sport mit diesem Hund machen und Fakt war; dieser Hund ist für den Sport geboren. (tja, nur nicht körperlich…..).

Also machten wir Obedience. MEGA Unterordnung kennen wir ja bereits. Doch warte… über ne Hürde oder A-Wand rennen? Da war doch was mit Sprungverbot. Ok macht nichts, gibt ja auch RallyObedience. Etwas, naja wie soll man das sagen, „spaßiger“ angehaucht als das doch sehr strenge Obedience welches mich eher an IPO/Schutzhunde Gehorsam erinnert. Ob Rally Obi tatsächlich was für uns sein würde? Ich hab erst nicht dran gedacht. Aber ich gab dieser Sportart eine Chance.

Auch hier haben wir einen tollen Hundeplatz gefunden auf dem wir uns Wohl fühlten. Mit der Schäferhunde OG haben wir sogar eine IPO FCI Quali ausgetragen und was soll ich sagen. Mein Herz schlägt eindeutig für den IPOSport und diese Hunde. Der Wunsch nach einem Zweithund, natürlich einem Schäfer, wuchs. (auch das notiere ich und werde es in einem weiteren Beitrag auffassen). Aber wir waren ja für´s Rally Obi im Verein…. ich fühlte mich, komisch. Aber Jamie durfte es und hatte Spaß, also machte ich es mit. Auch hier !streber!. Erstes Turnier, Quali für die nächste LK. Nebenbei machten wir mit Bravour noch die Begleithundeprüfung. Zweites Turnier; 1. Quali für die nächste LK…. doch dann? Richtig, Pause. Der nächste Schub holte uns ein. Jamie lief nicht mehr. Auch hier wussten wir noch nicht, was er eigentlich hat. Also machten wir eben Pause… Hatten wir ja schon Übung drinn.

Nach der Pause und dem endgültigen „das wird eh nichts mehr“, muss ich erstmal überlegen was dann kam. Ach ja genau; Zughundesport. Den wir ja durch das THS auch kennen und lieben gelernt haben. Mittlerweile wussten wir die Diagnose: Anaplasmose (hihihi das reimt sich -ich liebe alles was sich reimt). Zughundesport kräftigt unheimlich die Hinterhand. Perfekt für Jamie. Also fingen wir an mit Canicross und später auch Dogscooter. Ihr wisst was nun kommt: Er war der knaller, wusste sofort was er tun sollte und war auch hier wieder SUPER. Aber mittlerweile hat er keine Kraft mehr und somit verging ihm auch die Lust daran.

Was ist das nur für ein knaller Hund? So krank, so viele Untersuchungen, so so viele Rückschläge und was macht er? Kämpfen. In allen Bereichen.

Longieren haben wir übrigens auch mal kurzzeitig ausprobiert das hat uns beiden aber kein Spaß gemacht. Dummy hätte mir viel Freude bereitet, aber Herr Hund nimmt nichts dreckiges in den Mund -Thema war also auch erledigt.

Rally Obi Turniere sind wir immer mal wieder zwischendurch gelaufen und heute?

Heute ist Jamie 6 Jahre und nun offiziell in „Rente“. Auch wenn ich es all die Jahre nicht wahr haben wollte, auf Dauer und besonders auf Turnierebene ist das einfach körperlich nichts für diesen Hund.

Somit ist unsere Hundesport Geschichte beendet. Mein Sportler Herz hört jedoch nicht auf zu schlagen und ich weiß das ich noch jung bin und mit Sicherheit nochmal die Möglichkeit mit einem anderen Partner habe, diesen Weg zu gehen. Mit Jamie gehe ich einen anderen Weg, das zu aktzeptieren fiel mir immer schwer, deswegen versuchten wir vermutlich auch so viele Sportarten. Ich wollte das eine passt. Aber man muss es auch aktzeptieren wenn es nicht so ist.

Was mache ich also mit einem „jungen Rentner“? Ganz einfach; lockeres Fahrrad fahren, so wie er kann. Ganz viele Suchspiele und besonders viele Tricks die auf ihn angepasst sind. Damit sind wir glücklich. Auch die Unterordnung wird auf normalen Gassi Runden immer wieder eingefordert von ihm. So läuft er aus dem nichts ein korrektes Fuß neben mir, setzt sich sofort hin und WILL etwas arbeiten. Das reicht meist aber auch so 10 min für den Rest der Woche. Aber über diese kleinen Minuten in denen mein Herzenshund grinsend neben mir sitzt mit einem „pssst he du, weißt du noch? Lass uns mal Fuß laufen, Ablage üben und ein Vorsitzen“, freue ich mich unheimlich. Denn das sind die Momente auf die es wirklich ankommt.

So, das war unser erster Beitrag hier. Ich hoffe das hat euch gefallen und ich freue mich sehr auf einen Kommentar.

Liebe Grüße, die HerzpfotenHunde