Leinenpflicht? Hund in der Stadt ohne Leine

Heute muss ich mir mal etwas Frust von den Fingern schreiben. Aber erstmal Hallo und Winke, Winke liebe Pfotenfreunde! Wir wohnen nun seit 1 Jahr in der Stadt, naja Städtchen. Es ist richtig idyllisch hier und wir fühlen uns sehr wohl, aber hey! Warum muss jeder seinen Hund hier an Straßen frei laufen lassen?? Da reg ich mich doch direkt schon wieder drüber auf beim Gedanken daran und auch auf Instagram hatte ich schon die ein oder andere Diskussion.

Wo fang ich am besten an, lasst mich meine Gedanken mal sachlich sortieren sonst wird das hier ein Wut-Beitrag ohne Sinn und Verstand. Also….:

Wir haben alle Hunde, wir werden als Hundehalter bezeichnet. Der Ruf eines Hundehalters ist denkbar schlecht. „Die kacken überall hin“, „die fallen kleine Kinder an“, „die werden in Gaststätten auf den Stuhl gelassen“ und: „die werden überall frei gelassen“. Und das alles ist, was auch mich extrem an uns Hundehaltern stört. Diese Besitzer vermiesen uns allen den Ruf und somit auch die Rechte. Denn schaut euch doch mal um, wo sind Hunde denn noch erlaubt? In vielen Gaststätten dürfen sie nicht mit rein. In manchen Parks sind sie auch verboten. Tja warum wohl? Mich wundert das schon lange nicht mehr. Ehrlich mal Leute das ist Fremdschämen! Wo ist euer Anstand? Wir alle haben doch hoffentlich Respekt und Höfflichkeit von unseren Eltern gelernt. Ach warte, da war was. Das fällt auch bei „normalen“ Menschen auf. Ein einfaches Bitte/Danke oder Hallo ist ja bereits zuviel verlangt. Vielleicht von manchen auch zu viel erwartet.

Wenn das bei Menschen ohne Tiere so ist, dann stört mich das ja nicht mal. Aber ein Tier kann nicht reden, kann nicht sich währen und ist wie so oft: der Leidtragende.

Auch bei unserem heutigen Thema, das gewiss schon wieder sehr für Theater und Diskussionen sorgen kann, wird es darum gehen. Ich denke wir fangen mal vorne an. Wo meine Erkenntnis -Hunde überall frei zu lassen, nicht gut sein kann- beginnt. Bei einem Autounfall….

Auf dem Weg ins Büro, ich war damals in der Ausbildung, ist es passiert. Ich habe einen Hund überfahren. Ja, richtig gelesen. Einen „der hört 1A“, „der läuft nicht zu anderen“, „der tut nichts“. Ja alles richtig, ja der hört gut. Mag alles sein. Aber mal knallhart gesagt: jetzt nicht mehr! Denn er musste eingeschläfert werden. Das sind Lebewesen und Lebewesen erschrecken sich auch mal! In diesem Fall vor der Straßenbahn die quietschend an die Haltestelle fuhr. Links und Rechts davon waren zweispurige Straßen auf denen 60 erlaubt und 80 von vielen gefahren wurden. Der Hund hat sich erschrocken, kam auf die Fahrbahn gerannt, geriet unter mein linkes Vorderrad und brach sich sämtliche Knochen.

Ich denke das dieses Erlebnis meine Meinung so aggressive und lautstark verkünden lässt, wenn ich Menschen sehe die in der Stadt/an der Straße ihre ach-so-toll-hörenden-Hunde frei lassen.

Das ist das eine wo ich denke MEIN GOTT LEUTE! Leint euren Hund zu seiner SICHERHEIT an!!! Es ist doch wirklich nicht zu viel verlangt.

Gehen wir mal vom extrem Beispiel weg. Denn viele werden nun sagen, jaaa guuut ich leine meinen Hund ja aber gar nicht an Straßen ab. Ich habe so oft, fast täglich, die Situation das uns unangeleinte Hunde entgegen kommen und ich weiß das einige die das lesen auch ihren Hund nicht immer anleinen wenn Menschen entgegen kommen. Kurz ins Fuß rufen reicht ja. Der Hund bleitb dort doch. Stimmt das ist meist so. Aber wer kann das zu 100% versichern (da sind wir wieder bei: Es sind Lebewesen) Aber woher weiß ich, wenn ich euch entgegen komme, das euer Hund auch im Fuß bleibt? Bei all den Hunden die absolut nicht hören und nicht erzogen sind (sind wir mal ehrlich, diese Fraktion überwiegt einfach), woher soll man dann wissen das ausgerechnet dieser Hund so gut im Gehorsam steht das er nicht zu anderen rennt?
Es geht nicht nur dabei um die Menschen die panische Angst vor Hunden haben, sondern auch um andere Hundehalter die schlechtes erlebt haben. Es reicht oft mals nicht, seinen Hund ins Fuß zu rufen -nein man muss sagen es reicht nie, den Hund einfach nur ins Fuß zu rufen. Nehmt bitte eine Leine mit und gibt anderen ein gutes, sicheres Gefühl wenn ihr für 5m eure Hunde anleint.

An dieser Stelle bekomme ich immer zu hören: „Können wir doch nichts dafür wenn dein Hund nicht hört und dein Hund angeleint werden muss“. Muss er nicht. Der hört nämlich mindestens genauso gut wie eure. Aber ich habe gelernt Respektvoll mit Mitmenschen umzugehen. Und stellt euch vor, es schadet weder mir noch meinem Hund, wenn ich ihn für 5m anleine. Was ich stattdessen bekomme? Ein grinsen, ein Danke, ein „das ist aber sehr lieb“. Und es macht mich verdammt stolz, das ich einer der Hundehalter bin wo die Menschen denken „hmm, die können ja doch anders“.

Versucht es doch gerne mal, ich verspreche euch es schadet eurem Hund nicht. Im Gegenteil es ist auch noch eine tolle Übung.

Bei diesem Thema muss natürlich auch eine gesetzliche Leinenpflicht angesprochen werden. Die im übrigen bei einem Verstoß ein saftiges Bußgeld von bis zu 50.000€ mit sich bringt. Natürlich ist die Leinenpflicht in jedem Bundesland anders geregelt und auch von Stadt zu Stadt anders. Aktuell ist die Brut- und Setzzeit. Was mich auch schon wieder aufregt ist dann zu hören „Bei uns ist keine Leinenpflicht“. Was ich zu gern antworten würde „Tut mir leid das deine Stadt so doof ist und das Wild nicht schützen möchte“. Denn jeder sollte wissen, in Region-A sind die gleichen Tiere wie in Region-B. Nämlich Wildtiere die in dieser Zeit ihre Ruhe benötigen. Vom 1.April bis 15.Juli ist jedes Jahr diese Zeit. Rehe bekommen ihre Kitze und Vögel sind am brüten.

Und Hunde? Hunde stören sie dabei und töten sie dadurch. Dein Hund jagd nicht? Super! Dein Hund rennt ja nur über die Wiesen und spielt? Das ist in dem Fall das gleiche. Denn dadurch fühlt sich das gut versteckte Reh bereits so sehr gestört, dass es das Kitz zurück lässt, welches somit sterben wird. Erst gestern musste ich von einem „der hat noch nie gejagt-Aussie“ lesen. Der brav eine Ente im Fang getragen hat.

Auch hier wieder: ist es wirklich zu viel verlangt in dieser Zeit seinen Hund an die Schleppleine zu nehmen? Scheinbar schon.

Es macht mich unheimlich traurig das die Hundehalter, Menschen, die Bevölkerung immer nur an sich denken. Nicht nur beim Thema „Hund an die Leine nehmen“, sondern auch in allen anderen Bereichen. Das ist ein Gesellschaftliches Problem, das weiß ich. Aber wenn jeder doch bei sich selbst anfangen würde, wäre das schon von großem Vorteil.

Und damit beende ich diesen Beitrag, den ich einfach dazwischen schieben musste.

Bis bald ihr Herzpfoten Freunde. Bleibt gesund und denkt bitte über meine Wörter nach.

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