Wieder ein Hund vom Züchter?

Hallo Pfotenfreunde und Winke, Winke!

ich freue mich das meine ersten beiden Beiträge so gut angekommen sind. Über 50 Leute hatten es nach 1 Tag angeschaut. WOW.

Heute möchte ich mit euch über das Thema Hund vom Züchter und wie wir uns für einen nächsten Hund entscheiden würden, reden. Das ist ein sehr Diskussionsreiches Thema und ihr dürft mir eure Meinung gerne in den Kommentaren niederschreiben. Also wir werden uns, Stand jetzt, für


einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden. Da werden jetzt einige sicher durchschnaufen und denken, puuuh na zum Glück! Aber wenn ich das Thema in einem eigenen Beitrag erklären werde … na mal schauen wie die #TeamTierschutz-Gruppe das dann findet, denn auch bei dem Thema habe ich meine Meinung und die wird durch meinen Partner noch stärker gefestigt. Aber nun soll es ja hier erstmal grundsätzlich um Züchter oder Tierschutz gehen.

Was ist überhaupt ein guter Züchter, sollte man sich dann zu erst fragen und ich versuche das hier aus meinem Gefühl raus zu schreiben und keine anderen Websiten zu durchforsten und Copy&Paste zu drücken. Denn das ist hier ja mein Blog und meine Einschätzungen. Also ein Züchter ist für mich eine Person/Familie die sich einer Rasse verschrieben hat.  Eine Rasse so toll findet das sie ganz Feuer&Flamme für diese ist. Sagen wir mal unser Züchter-Beispiel A hat sich für die Rasse  Dalmatiner entschieden. (Zu diesem Beispiel kommen wir weiter unten im Text).

Für mich ist es keine gute Zucht, wenn man 4 oder 5 Rassen gleichzeitig züchtet. Ich weiß das dies nun für manche ein ziemlicher Schlag ins Gesicht ist, denn ein paar die mir auf Instagram folgen machen genau das, deswegen fangen wir mit dieser Frage an und ich erkläre euch anhand des Züchter-B´s das Beispiel:

Warum ich finde das dies keine gute Zucht sein kann?

Ganz einfach: eine gute Zucht ist meiner Meinung nach (!) sehr Zeitintensiv und mit viel Arbeit verbunden. Die Hündinnen müssen auf Ausstellungen vorgestellt werden und zwar nicht nur 1-2 im Jahr, bis sie ihre Zulassung haben. (Genauso Rüden aber wir gehen hier einfach mal davon aus, dass unsere Beispiel Zucht nur Hündinnen hat und keine Rüden -> was natürlich noch mehr Arbeit machen würde -weil, noch mehr Ausstellungen besucht werden müssen und auch bei der Haltung an sich muss einiges beachtet werden wenn läufige Hündinnen und intakte Rüden im Haus sind.

Es müssen Untersuchungen veranlasst werden sowie evtl. sportliche Leistungen vorgewiesen werden.

Natürlich müssen die Hunde ja auch ganz normal nebenbei beschäftigt werden, Gassi gehen, Hundeplatz besuchen und einfach nur Hund sein. Das allein ist schon mal sehr Zeitintensiv, nun hat man im besten Fall ja auch noch einen Job und zwar mindestens Halbtags.

In unserem Züchter-B Beispiel ist es nun so, das mehrere Rassen gleichzeitig gezüchtet werden.

Sagen wir mal Border Collie, Dackel und Cocker Spaniel. Nicht nur das diese Rassen kaum was gemeinsam haben -> man muss ja möglichst viele Interessengruppen ansprechen. Ist es nun auch so das sie aufgrund der unterschiedlichen Eigenschaften auch unterschiedliche Beschäftigungen benötigen. So geht der Dackel im besten Fall in die jagdliche Ausbildung, der Cocker zur Rettungshundestaffel und der Border darf an den Schafen arbeiten. Das wäre für mich eine artgerechte Auslastung der Hunde (auch hier zu wird es einen eigenen Beitrag geben).

Und wir haben ja bereits gelernt: Ein guter Züchter lastet seine Hunde Artgerecht und mit Vorbildfunktion aus.

Trotz der Befürchtung das es so langsam kompliziert hier wird, erweitern wir unser Negativ Züchter-B Beispiel noch. Von den 3 genannten Rassen hat Züchter-B nun 2 verschiedene Hündinnen. Denn eine Hündin sollte ja nicht jährlich einen Wurf haben! Das wären also 6 Hündinnen, Tendenz natürlich höher und ggf. auch Rüden der Rassen daheim. Sagen wir also mal 8-10 Hunde Zuhause.

8-10 Hunde Zuhause? Ja wer kann da noch Arbeiten gehen? Richtig, vermutlich niemand.

Also wird das Geld hauptsächlich über die Würfe gemacht. Die Rechnung 1 Wurf, a 10 Welpen, a 1000€ = 10.000€ / Wurf bei 3 Rassen, 3 Würfe/Jahr = 30.000€ pro Jahr rein über die Zucht, geht natürlich nicht auf das ist mir auch bewusst.

Ein Züchter hat viele Ausgaben auch pro Wurf und kaum einer macht Gewinn damit: Wenn er es anständig macht. Ich finde es eine Gratwanderung hier nicht von Vermehrer zu sprechen.

Das ist natürlich jetzt sehr verallgemeinert und simpel geschrieben und kann NICHT auf Einzelfälle übertragen werden. Es soll nur als Denkanstoß dienen, ob ein Züchter, der mehrere Rassen gleichzeitig züchtet, wirklich so seriös sein kann.

Kommen wir nun zu unserem Züchter-A Beispiel. Aber erstmal schnaufen wir kurz durch und trinken etwas. Das war ganz schön viel Input und evtl. aus dem Fluss heraus geschrieben, auch etwas verwirrend teilweise. Lest gerne einzelne Sätze nochmal nach und gönnt euch einen kurzen Moment ruhe.

Nun gehen wir zum nächsten Beispiel, meinem DAS ist ein guter Züchter Beispiel.

Dabei fällt mir auf, es gibt noch viele Beispiele dazwischen und viele Überlappungen, das wären Züchter-C, Züchter-D und vermutlich E. Da dies nun tatsächlich den Rahmen sprengen würde, schreibe ich euch ganz unten im Beitrag kurz und knapp ein paar Stichwörter auf, auf was ihr bei einer Züchter Homepage achten solltet, bzw. worauf ich in Zukunft achten werde.

Da fällt mir ein, der Titel von diesem Blog sagt ja eig. aus, ob wir wieder einen Hund vom Züchter nehmen würden? hmmm. da muss ich am Ende auch noch die Kurve wieder hinbekommen, mal sehen ob mir das gelingt.

Jetzt aber endlich zum Züchter-A.

Züchter-A züchtet Dalmatiner. So haben wir es weiter oben geschrieben.

Dalmatiner also, sooo süß! Definitiv ja auch auf meiner Top 10-Liste.

Züchter-A geht Halbtags arbeiten, hat einen Partner der gleichzeitig Vollzeit arbeitet. Irgendwie muss dieses teure Hobby ja finanziert werden. Züchter-A lebt auf dem Land mit großem Grundstück und eingezäunten Garten. Hier gibt es keine Zwinger, alle Hunde dürfen im Haus leben. Für die Welpen ist genug Platz um ein Spieleparcours aufzubauen. Hier lernen sie viele Geräusche, Untergründe und Situationen spielerisch nebenbei kennen. Da Züchter-A nur Dalmatiner züchtet hat er die Zeit sich nicht nur zu 100% gut mit dieser Rasse auszukennen, sondern zu 1.000%. Die restliche Zeit des Tages kann damit verbracht werden aktuelle Rüden zu kennen, Vor und Nachteile dieser abzuwägen und genau zu wissen, welcher zu den Hündinnen passt. Also einfach „auf dem aktuellen Stand und täglich neu informiert zu sein“. Züchter-A hat 2 Hündinnen und vielleicht 1 Nachzucht Hündin für die Zukunft. Da Züchter-A nur Dalmatiner hat und diese grundsätzlich schonmal ähnliche Interessen haben, kann er mit den Hündinnen bei einer Sportgruppe teilnehmen und muss nicht Dienstags 20km in die eine Richtung für das Sportangebot für Hund1 und Mittwochs 30km in die andere Richtung für Hund2. Züchter-A nimmt z.B am Obedience Training mit beiden Hündinnen teil und kann hier Erfolge nachweisen. Da Züchter-A sich sehr gut mit dieser Rasse auskennt sind natürlich auch die erforderlichen Untersuchungen absolut kein Problem, sowie die Ausstellungen.

Alles geht einfacher von der Hand und ist somit mit weniger Aufwand verbunden um gute Ergebnisse in allen Bereichen zu erzielen.

Ach und: Da Zücher-A nicht 8 Hunde daheim hat, ist auch keine evtl. Zwingerhaltung notwendig.

Ein guter Züchter hat für mich also nur eine Rasse die er sehr gewissenhaft Züchtet. 

Alle Untersuchungen sind aktuell und ein Hund kann ohne Einschränkungen in die Zucht.

Ein guter Züchter lässt die Hundeeltern ein paar mal vor Abholung erscheinen und achtet sehr darauf das der ausgesuchte Welpe tatsächlich zu den Lebensumständen passt, evtl. sucht er sogar aus welcher Welpe zu welcher Familie einziehen darf. Ein guter Züchter hat nicht jedes Jahr einen Wurf, oder zwei oder drei. Ein guter Züchter hat pro Hündin nur 3 Würfe und nicht aus diesem Grund dann halt 8 Hündinnen daheim. Ein guter Züchter hält Kontakt zu den Welpeneltern und steht mit Rat und Tat zur Seite. Er interessiert sich somit auch nach der Abgabe für den Welpen/Hund.

Evtl. finden auch Nachzucht Treffen statt. Ein guter Züchter bereitet die Welpen gewissenhaft und mit viel Geduld auf ihr Leben vor, es werden kleinere Ausflüge unternommen um z.B Pferde kennenzulernen, gut sozialisierte Erwachsene Hunde werden eingeladen um den kleinen etwas Anstand beizubringen und damit sie nicht nur optisch „ihre Rasse“ kennen.

Nun also die Frage an mich, werden wir wieder einen Hund von einem guten Züchter adopptieren?

Nein, werden wir erstmal nicht. Der nächste Hund soll aus dem Tierschutz kommen. Das stand relativ schnell fest.

Ist ein Hund aus dem Tierschutz weniger anfällig für Krankheiten? Kann sein. Hat ein Hund aus dem Tierschutz vielleicht eine höhere Lebenserwartung, vielleicht. Das sind Dinge die weiß niemand und das ist auch sehr viel Glück und Pech. Von unserem Ersthund ist die Haupterkrankung z.B übertragen von einer Zecke. Das kann mit einem Hund aus dem Tierschutz genauso gut passieren. Da kann keiner was dafür.

Also: unser nächster Hund wird aus dem Tierschutz kommen. Dennoch schaue ich mir gerne Züchter und ihre Würfe an und verfolge sie teilweise seit Jahren. Es gibt ein paar Züchter bei denen ich somit sagen kann, ja da würde ich einen Welpen nehmen. Da ich bei diesen Züchtern über Jahre nun gesehen habe wie sie mit den Würfen umgehen und mit den Welpeneltern und wie oft sie mit welcher Hündin einen Wurf haben. Nur durch dieses Beobachten kann man tatsächlich einen Züchter ausfindig machen. Auf den ersten Blick kann jede Zucht gut oder schlecht wirken.

Genauso ist das bei dem Tierschutz und hier gibt es genauso negative wie positive Beispiele. Wie überall halt. Deswegen werde ich im nächsten Beitrag darüber schreiben, was wir für einen Hund im Tierschutz aussuchen würden und was unsere Meinung von Auslandshunden ist.

Aber für heute lassen wir es mal gut sein und schließen diesen Beitrag. Das war wirklich sehr viel Text. Findet ihr auch? Lasst mir eure Meinung sehr gerne in einem Kommentar da.

Hier noch die versprochenen Stichpunkte, die ich auf einer Züchter Homepage immer überprüfe und was für mich auf den ersten Blick einen guten Züchter ausmacht:

  1. deine Homepage vorhanden ist und gepflegt wird (also aktuell ist)
  2. die eigenen Hunde werden mit vielen Bildern und langen Texten beschrieben, z.B Charakter, Jagdtrieb, verhalten an den Schafen, sportliche Leistungen, Untersuchungsergebnisse sind veröffentlicht. 
  3. die Idee hinter der Zucht wird beschrieben, z.B Rasseerhalt, das züchten von Familienhunden ohne Jagd/Hütetrieb oder eben gerade in diese Richtung: das züchten von Arbeitshunden die ein tadeloses arbeiten am Wild/Schaf zeigen. 
  4. alle Würfe sind aufgelistet mit den wöchentlichen Entwicklungen. Von früheren Würden gibt es auch aktuelle Bilder der Tiere, sowie Untersuchungsergebnisse und in welchen Bereichen die Hunde heute eingesetzt werden/leben.
  5. Es finden regelmäßige Wurftreffen statt und kann diese einsehen
  6. Die Rasse wird ausführlich beschrieben mit Vor und Nachteilen und das Angebot bei Fragen immer zur Verfügung zu stehen ist ersichtlich
  7. Am besten findet man auf der Homepage auch Bilder von der Wurfkiste bzw des gesamten genutzten Raum für die Welpen (Spielparcours im Garten etc.)
  8. Toll wäre natürlich auch wenn evtl. Ausflüge der bisherigen Welpen aufgelistet sind, zB mit dem Autofahren, fremde Umgebung kennenlernen oder auch mal ein Besuch bei Pferden -damit die Welpen bestens vorbereitet werden.

Nun sag ich erstmal Winke, winke bis zum nächsten Beitrag.

Eure HerzpfotenHunde

6 Kommentare zu „Wieder ein Hund vom Züchter?

  1. Ich finde deine Idee von einem guten Züchter super 😊 ich denke (aber das hast du ja auch geschrieben), dass man nicht alles verallgemeinern kann und auch Züchter mit mehr Hunden toll sein können. Grundsätzlich würde ich allerdings alles so unterschreiben, was du dort stehen hast 👍🏼👍🏼👍🏼

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